Krankheit verstehen
Der Begriff "Rheuma" wird als Oberbegriff für reißende Schmerzen des Bewegungsapparats verwendet, bedingt zum Beispiel durch entzündliche oder degenerative Erkrankungen wie Arthrose, rheumatoide Arthritis oder Gicht. Viele der Einzelerkrankungen sind Autoimmunerkrankungen.
Funktion und Aufbau der Gelenke
Der Aufbau und die Bestandteile eines Gelenkes sind wichtig für das Verständnis der Entstehung von Gelenkerkrankungen. Gelenke sind Verbindungen zwischen Knochen. Ihre Form und Stellung zueinander entscheiden darüber, wie weit und in welche Richtung sich das Gelenk bewegen lässt.
Beispielsweise gestattet das Kugelgelenk der Schulter Drehungen nach innen und außen sowie Vorwärts-, Rückwärts- und Seitwärtsbewegungen der Arme. Die Scharniergelenke an Ellenbogen und Fingern lassen sich hingegen nur beugen (Flexion) und strecken (Extension).
Bestandteile der Gelenke
Die Knochenenden, die das Gelenk bilden, sind mit Knorpel überzogen, einem Schutzgewebe aus Kollagen, Wasser und Proteoglykanen. Kollagen ist ein zähes Fasergewebe. Proteoglykane sind Stoffe, die für die Widerstandsfähigkeit des Knorpels sorgen.
Gelenke sind in eine Gelenkkapsel eingebettet. Diese Kapsel ist mit der Gelenkinnenhaut ausgekleidet, deren Zellen eine klare Flüssigkeit (Gelenkflüssigkeit) absondern. Die Gelenkflüssigkeit ernährt den Knorpel und verringert die Reibung der Gelenkflächen. Bänder stellen sicher, dass die Knochen im Gelenk in der richtigen Position zueinander stehen.
Literatur:
MSD Manual Handbuch Gesundheit, Mark H. Beers, M.D., Goldmann-Verlag, 2. Ausgabe 2005, S. 1593.