Weichteilrheuma und Kollagenosen
Weichteilrheuma
Weichteilrheuma ist ein Sammelbegriff für sämtliche rheumatische Erkrankungen, die an Körperstellen auftreten, wo Muskelmasse bei Bewegungsabläufen direkt auf Sehnen und Knochen trifft – also an Weichteilen, Muskeln, Bändern, Sehnen und/oder Schleimbeuteln.
Die Krankheit kann von einer Muskelverspannung bis hin zur Sehnenscheidenentzündung reichen. Treten Schmerzen und Muskelsteifigkeit im ganzen Körper auf, spricht man vom generalisierten Weichteilrheuma oder auch „Fibromyalgiesyndrom“. Dies tritt bei Frauen siebenmal häufiger auf als bei Männern und betrifft überwiegend Frauen im jungen und mittleren Alter, die keine Grunderkrankung haben.
Kollagenosen
Sie gehen allesamt auf Störungen des Immunsystems zurück und können sich gegen innere Organe, Haut, Muskeln, Gelenke oder Speicheldrüsen richten.
Ursachen
Die Ursache des Weichteilrheumatismus ist nicht eindeutig geklärt. Vermutlich entsteht generalisiertes Weichteilrheuma durch dauernde körperliche oder seelische Überanstrengung, Schlafstörungen, eine Verletzung oder lang anhaltende Kälte oder Feuchtigkeit.
Störungen des Immunsystems wie die Kollagenosen können durch genetische Komponenten bedingt sein. Umweltfaktoren, Infektionen durch Bakterien, Viren oder Pilze können aber auch mögliche Krankheitsauslöser sein.
Symptome
Die Schmerzen beim generalisierten Weichteilrheuma sind eher diffus und entwickeln sich schleichend. Wenn die Krankheit nur auf einen Körperbereich begrenzt ist, kann der Schmerz plötzlich auftreten und stark sein.
Grundsätzlich verstärken Ermüdung, Anstrengung und Überlastung den Schmerz. Bestimmte Druck- oder Triggerpunkte reagieren auf Druck empfindlich, wobei bei Triggerpunkten die Schmerzen zusätzlich ausstrahlen.
Bei Kollagenosen treten entzündliche Zeichen wie Rötung, Schwellung und Schmerz je nach Typ der Erkrankung an den verschiedenen betroffenen Stellen auf. Entzündliche Schübe können durch längere Phasen verhältnismäßiger Ruhe abgelöst werden.